Ein Roadmoovie für den Spieltisch:

das Straßenabenteuer


Wenn man sein Abenteuer aufbaut wie ein Roadmovie, kann man mit recht wenig Aufwand schöne Abenteuer vorbereiten. Obwohl dieser Typ von Abenteuern ohne viele Umstände vorzubereiten ist, leiten sie sich angenehm und man kann trotzdem viel Spaß daran haben.

Auch Anfänger werden damit schnell schöne Abenteuer leiten.

Das Grundprinzipist einfach:

Schicke deine Party von Punkt A nach B.

Für ein schönes Abenteuer ist es aber wichtig, dass die Spieler selber dahin wollen. Um das zu bewerkstelligen, müssen sie entsprechend motiviert werden. Achte darum stets auf gute Motivation und lies die Hinweise dort.

Die Party ist bei dieser Art von Abenteuern stets auf der Reise. Das hat große Vorteile für den Spielleiter. Die Straße ist auch eine Art Erzählfaden, von dem weder die Spieler noch der Meister abweichen können.

Die Stationen der Reisen, die Quests oder Subquests, werden einzeln für sich vorbereitet und auf der Reis den Helden der Reihe nach über den Weg geschickt:

  • Erst ein flinker Dachs, der die Vorräte plündert. (Er ist vielleicht sehr schwer zu treffen und kommt immer wieder zurück!),

  • dann eine kaputte Brücke (Orientierungs- und Bastelaufgaben sind immer wieder lohnend.)

  • Vielleicht ein kleiner Hinterhalt von dreisten Wegelagerern.

  • Als Letztes und als Höhepunkt des Rollenspiels steht dann eine komplexere Aufgabe an, z.B.:
    • Ausheben des Räubernestes oder
    • Verteidigung des einsamen Gasthauses gegen marodierende Ork oder
    •  Rettung einer entführten Jungfrau vor den blutigen Opferritualen des örtlichen Schwarzmagiers
Die Vorteile dieser Art von Abenteuer sind leicht zu verstehen:

Die Party verfolgt von Anfang an ein klares Ziel und weiß, wohin sie gehen soll: Sie folgen der Straße. Die einzelnen Aufgaben sind in der Vorbereitung meist nicht sehr aufwendig und können sehr vielfältig sein: Vom Blödsinn bis zu einem Gefecht, das eine Herausforderung für Taktik, Waffenkunst und Glück gleichermaßen ist, kann man alles verwenden.

 Diese Art des Spieles erlaubt es auch, die Spannung schön zu steigern.

Der “modulare” Aufbau hat noch einen letzten Vorteil: Wenn eine der Episoden gar zu lange dauert, lässt man einfach eine andere Episode weg.